Die Vereinsgeschichte

Welle – Poseidon

Der Berliner Ruderclub Welle-Poseidon ist wie viele andere Berliner Rudervereine um die vorige Jahrhundertwende als Antwort auf die beginnende Sportbewegung entstanden. Und doch unterscheidet sich seine Entwicklung in so einzigartiger Weise von dem üblichen zeitgeschichtlichen Verlauf, dass wir uns heute noch in besonderer Weise sportlichen und gesellschaftlichen Aufgaben verpflichtet fühlen.

Es begann 1894 bei der Gründung mit dem gemeinsamen Bestreben, künftig nicht eine Vereinigung von Bootsbesitzern sein zu wollen sondern der Gemeinschaft einen Bootspark zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung halten zu wollen.

Die Idee war gut.

Welle – Poseidon

127 Jahre Rudern

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1894

Gründung des BRC „Welle“

 

 

 

Anfang März des Jahres 1894 fassten einige für den Rudersport begeisterte junge Leute, die aus dem Ruderklub „Vorwärts“ kamen, den Beschluss, einen Ruderverein zu gründen. Sie trafen sich am 12. März 1894 in der Heilige-Geist-Straße in den Geschäftsräumen ihres Freundes Rothe und gründeten den Verein, den sie  „Welle“ nannten.

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1896

Gründung des B.R.C. „Poseidon“

 

Der Ruderclub „Poseidon“ e.V. bestand seit 1896. Seine gesellschaftliche Zusammensetzung und seine sportliche Entwicklung entsprachen denen des „Welle“.

 

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1906

Fusion der Vereine zum Welle-Poseidon

 

Während im BRC „Welle“ die Rudertätigkeit zurückgegangen war, die finanziellen Verhältnisse jedoch sehr günstig waren, war es beim BRC „Poseidon“ umgekehrt. Diese Gründe waren ausschlaggebend für die Verschmelzung beider Vereine.

Am 1. Dezember 1906 fand der Fusionskommers statt.

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1914

Mitgliedschaft im Deutschen Ruderverband

 

 

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1929 - 1932

Erfolgreiche Jugend

 

Die Jugendabteilung gewinnt beim Jugendruderverband in drei Jahren hintereinander als erfolgreichste Jugendabteilung drei Boote.

 

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1933

Zwänge & Verbote

 

Erzwungener Austritt aus allen Fachverbänden, Verbot der Teilnahme
an öffentlichen Regatten, der von der Jugendabteilung zuletzt gewonnene Doppelvierer „Havel“ muss zurückgegeben werden.

 

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1936

„Jüdischer“ Ruderclub

 

 

 

Auf Veranlassung der Gestapo muss sich der Club „Jüdischer Ruderclub Welle-Poseidon“ nennen.

 

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1936

Mädchen im Boot

 

 

 

Zuwachs durch die jüdische Waldschule Grunewald, damit erstmals Ruderinnen.

 

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1939

Zwangsauflösung

 

 

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1946

Neugründung

 

 

 

Aufruf in der Zeitung „Der Weg“ an die überlebenden Mitglieder führt zur Neugründung.

 

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1949

Wiedereintragung in das Vereinsregister

 

 

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1950

Wiedersehen

 

 

 

Erste Besuche von im Ausland lebenden Kamerad*innen.

 

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1951

Erste Boote

 

 

 

Das erste Boot nach dem Krieg wird angeschafft.

 

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1954

Wiedereintritt
in den Deutschen Ruderverband

 

 

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1962

Am Großen Wannsee

 

 

 

Das Grundstück Am Großen Wannsee 46a wird gepachtet.

 

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1968

Siege! Siege! Siege!

 

 

 

Welle-Poseidon erringt in diesem Jahr
52 Regattasiege.

 

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1975

Frauen an die Ruder

 

 

 

Frauen werden als aktive Mitglieder zugelassen.

 

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1982

Mit im Boot

 

 

 

Gründung der Segelabteilung.

 

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2019

125 Jahre
Welle-Poseidon

 

 

 

Großer Festakt zum 125. Jubiläum.